Letzte Aktualisierung: 03.05.2016

 

Worum geht es?

Bildquelle: Gemeinde Winkelhaid

 

Die bestehende Hochspannungsleitung (rote Linie), die heute zwischen NETTO und ADVEO (vormals SPICERS) quer über Winkelhaid bis zum westlichen Ortseingang von Penzenhofen verläuft, soll bis 2024 von 220.000 Volt auf 380.000 Volt hochgerüstet werden. Wegen der gleichzeitigen Erhöhung der Stromstärke (Ampere) würde sich die Gesamtkapazität der Leitung insgesamt sogar um das ca. 9-fache erhöhen. Dies erfordert einen kompletten Austausch der Masten, samt deren Fundamente und Leitungen, damit diese den höheren Belastungen gewachsen sind.

Am 04.09.2015 hat die Bundesnetzagentur diese vom Netzbetreiber TenneT im Netzentwicklungsplanung Strom 2024 geplante Hochrüstungsmaßnahme "bestätigt" und damit als notwendig erachtet.  Damit geht die Maßnahme in die nächste Phase der Realisierung!

Bei der Hochrüstung handelt es sich im Sprachgebrauch der Bundesnetzagentur um eine "Netzverstärkung", die als "Neubau in bestehender Trasse" ausgeführt wird.

In der "Bestätigung Netzentwicklungsplan Strom 2024" heißt es dazu auf S. 297:

"Ob die Maßnahme als Netzverstärkung realisiert wird oder ob ein Neubau abseits von Siedlungen die verträglichere Lösung ist, entscheidet sich nicht auf Ebene des Netzentwicklungsplans, da es hier ausschließlich um die Bedarfsfeststellung geht. Diese Fragen klären anschließend die für die Realisierung dieser Maßnahme zuständigen Landesbehörden im Raumordnungs-bzw. im Planfeststellungsverfahren."

Auszug aus dem "Bestätigung Netzentwicklungsplan Strom 2024" vom 04.09.2015 für "Maßnahme M54: Raitersaich - Ludersheim"
Auszug-Bestätigung Netzentwicklungsplan [...]
PDF-Dokument [288.3 KB]

Neu ist, dass diese Maßnahme dem "Maßnahmenbündel 1" zugeordnet ist, dessen Umsetzung am effektivsten sogenannte Redispatch-Einsparungen(*)  erzielt. Im Klartext heißt das, dass die Hochrüstung mit sehr hoher Priorität betrieben wird!
 

(*) Redispatch (Stromnetz), eine Anforderung zur Anpassung der Strom-Einspeisung von Kraftwerken durch Übertragungsnetzbetreiber, um Engpässe zu vermeiden oder zu beseitigen; hierbei insbesondere ungeplantes Hoch- oder Runterfahren von Kraftwerken wegen Energie-Unter- oder -Überkapazität im Übertragungsnetz.

Auszug aus dem "Netzentwicklungsplans Strom 2024 - Zweiter Entwurf" vom 27.02.2015
NEP2024_UENB-Entwurf_2a-S24.pdf
PDF-Dokument [37.4 KB]

Neu ist auch, dass die Bundesnetzagentur die Maßnahme 54 als "bestätigungsfähig" einstuft und diese damit in den nächsten Umsetzungsschritt geht.

Auszug aus "Vorläufige Prüfergebnisse Netzentwicklungsplans Strom (Zieljahr 2024) vom 27.02.2015
Vorläufige Prüfungsergebnisse Netzentwic[...]
PDF-Dokument [806.5 KB]

Seit 21.12.2015 ist das Vorhaben unter Nr. 41 im Bundesbedarfsplangesetz - BBPlG aufgenommen (siehe Seite 6 in der Anlage)

Gesetz über den Bedarfsplan (Bundesbedarfsplangesetz - BBPlG vom 21.12.2015
2015-12-21-BBPlG.pdf
PDF-Dokument [75.3 KB]

Es bleibt dabei ...
für alle Bürger/Innen in einem Bereich von ca. 400 m links und 400 m rechts der jetzigen Trasse bedeutet eine Hochrüstung eine massive Erhöhung des Elektrosmogs (elektrische und magnetische Felder), der Lärmbelästigung durch Knistern der Leitung und ein unkalkulierbar erhöhtes Gesundheitsrisiko z.B. durch Ausfall von Schadstoffen (Aerosolen, Ozon) in Windrichtung.
Betroffen sind in diesem Bereich derzeit ca. 1.600 Anwohner, 280 Kinder in Kindertagesstätten, 150 Schüler in der Grundschule und zusätzlich die Nutzer des Sportzentrums des TSV Winkelhaid.

 

Die Bürgerinitiative „Keine Stromautobahn über Winkelhaid“ setzt sich gegen eine Verstärkung der Hochspannungsleitung über Winkelhaid / Penzenhofen und für eine weiträumige Verlegung der Trasse außerhalb von Wohnbebauung ein. Einen Vorschlag siehe die grüne Linie, bei der zu Wohnbebauung in jeder Richtung mindestens 400 m Abstand gehalten wird. Eine Erdverkabelung wäre für den Menschen die verträglichste Variante und würde weit geringere Abstände zur Wohnbebauung zulassen.

 

JETZT ist der Zeitpunkt, an dem die Verantwortlichen in der Gemeinde Winkelhaid und beim Netzbetreiber TenneT die Weichen stellen müssen, weil

  • die Hochrüstung auf 380-kV-Leitung vom Netzbetreiber TenneT in allen bisher vorgelegten Netzentwicklungsplänen als notwendig erachtet wurde
  • die Gesundheitsrisiken bereits durch die 220-kV-Leitung gegeben sind
  • die 220-kV-Leitung aus dem Jahr 1949 stammt und über kurz oder lang
    Instandhaltungsmaßnahmen wie z.B. Mastenerneuerung anstehen
  • die Gemeinde Winkelhaid in 2015 einen überarbeiteten Flächen-nutzungsplan verabschieden will und in diesem Zuge die Trassenverlegung in eine für die nächsten Jahrzehnte tragfähige Lösung überführen kann
  • die Umsetzung Jahre dauern kann und deshalb keinen Aufschub mehr verträgt.

 

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